Laufzeitverlängerung “ausgesetzt”?

Herrlich. Nun setzt unsere Frau Kanzlerin die AKW-Laufzeitverlängerung also aus, meldet der Focus. Huiuiui, voll toll. Es sei denn, man denkt mal kurz darüber nach, was das bedeutet: aussetzen.

Da Nichtstun und Aussitzen ja immer gut klappt, ist das also auch dieses Mal die Taktik. Klar, dieser Tage will man sich’s nicht komplett mit Atomkraftgegnern verderben, es stehen ja noch ein paar Wahlen an. Also tut man mal so, als käme man dem Volk entgegen. Tut ja nicht weh, so ein bisschen aussetzen. Kennt man ja von Mensch Ärgere Dich Nicht: man sieht mal kurz, wie alle anderen weiter ihrer Wege gehen und macht dann einfach so weiter wie bisher.

Ich plädiere ja schon mein halbes Leben dafür, dass Politiker, die über Sozialhilfe entscheiden müssen, mal verpflichtet werden, 3 Monate davon zu leben, und zwar ohne zu schummeln mit Zugriff auf eigene Konten, Essenseinladungen, Dienstwagen etc. Nun ergänze ich diesen Wunsch mal um die Verpflichtung, in der unmittelbaren Nähe eines AKWs, vorzugsweise Krümmel, zu leben. Das natürlich für mehr als 3 Monate. Ich würde sagen, für mindestens 5 Jahre länger, als sie den Job machen.

Schön auch, dass es nun Niemanden mehr schert, was Gaddafi in Libyen so treibt und was in Bahrain so vor sich geht. Von Guttis netter Entlassung mal ganz zu schweigen. Ich hasse es, Nachrichten zu hören. Man kann gar nicht so viel essen, wie man - naja, ihr wisst schon. (Übrigens habe ich jetzt einen total unangemessenen Ohrwurm. Manama-nah …)

One Response to “Laufzeitverlängerung “ausgesetzt”?”

  1. Loco Says:

    ditdii-dididdi…

    Aussetzen ist ein Verwaltungsakt (und damit im Verfügungsbereich der Regierung); da es sich um ein Gesetz handelt, kann es nur durch einen Beschluß des Bundestages zurückgenommen werden. Was eine ziemliche Zeit dauert… und vielleicht noch kommt.

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