Zauberermischlinge unter sich
Soeben war Pottertime, der sechste Film hat wieder FSK 12 und war natürlich trotzdem auch von kleineren Kindern wieder gut besucht - ob die Eltern ihnen damit wirklich einen Gefallen getan haben, weiß ich nicht. Ärgerlich fand ich, dass der Film mit Pause gezeigt wurde, ohne dass es irgendwo stand. Da es vorab auch noch ein beklopptes Spielchen gab, das Zeit verschlang, waren wir so erst um 23:30 Uhr aus dem Kino raus.
Der Film hingegen ist weitestgehend gelungen, für die Nicht-Leser auf jeden Fall empfehlenswert, schönes Popcornkino mit viel Spannung, wenn auch stellenweise etwas *zu* LOTR-nah. Für diejenigen, die wie ich die Bücher fast rückwärts pfeifen können, gibt es aber selbstverständlich auch wieder einige Ärgernisse.
Bei allem Verständnis dafür, dass man Dinge wegkürzen muss, um eine halbwegs passable Kinolänge zu erreichen, werde ich nie begreifen, wieso manche Teile der Geschichte verändert werden, die die Story *nicht* verkürzen, aber dafür teilweise sogar in ihrer Bedeutung extrem verändern. Dieses Mal war es aber weniger schlimm als bei einigen Vorgängerfilmen; ich würde sogar fast sagen, dass ich diese Verfilmung für die am besten gelungene halte - aber vielleicht liegt’s auch nur daran, dass ich sie bisher erst einmal gesehen habe. ;o)
Alan Rickman war wie immer göttlich, Grint & Watson beweisen auch weiterhin, dass sie großartige Neuentdeckungen sind, Emma Watson ist mittlerweile so hübsch, dass es einen sogar als Frau beeindruckt, Jim Broadbent als Horace Slughorn ist eine Traumbesetzung - und bei Tom Felton muss man sich langsam Sorgen machen, ob er überhaupt noch anders gucken kann …