Zu viele Drecksäcke auf der Welt …
… und leider ist der Anteil an der Uni auch nicht gerade unterdurchschnittlich.
Bei uns an der Uni wurde mal wieder eine Streikwoche ausgerufen - wohlgemerkt, obwohl auf allen Vollversammlungen immer dagegen gestimmt wird. Gestern ging es schon damit los, dass man den kompletten Tag mit schlechter Musik in vielfacher Discolautstärke gefoltert wurde.
Wir konnten im Seminar morgens kaum arbeiten, weil man bei dem Lärm weder reden noch denken konnte. Die Bibliotheken meiner Fakultäten gehen zum Campus raus - auch dort hatte man also keine Ruhe. Ich hatte ab ca. 11 Uhr schon richtig Hass auf diese asozialen Vollpfosten und ab ca. 12 Uhr derbst Kopfschmerzen … und als ich die Uni gegen 18 Uhr endlich verlassen konnte, waren die immer noch dabei, den Campus zu terrorisieren.
Und heute geht es munter weiter: Das Gebäude, in dem mein erstes Seminar stattfindet, wurde komplett verbarrikadiert. Zum Glück ist es ein Seminar über Twitter, Blogs & Co., und entsprechend hat der Dozent uns gerade über Twitter einen alternativen Treffpunkt mitgeteilt.
In jedem Fall habe ich aber nicht das geringste Verständnis dafür, dass solche Leute, die nebenbei auch noch eine deutliche Minderheit an der Uni ausmachen, alle anderen vom studieren abhalten. Ja, ich finde Studiengebühren auch scheiße - aber es wird nicht besser dadurch, dass ich in einem Semester keine Scheine machen kann, weil ich zum Streik gezwungen wurde. Der Uni ist wurscht, ob die Seminare besetzt sind oder nicht. Die erlaubten Fehlzeiten werden nicht wegen Streikwochen hochgesetzt.
Wenn man die Uni hasst - tu ich ja auch! -, sollte die Konsequenz doch wohl sein, sich ranzuhalten und zuzusehen, dass man aus dem Sauladen rauskommt, so schnell man nur kann. Oder zumindest nicht andere Leute davon abzuhalten, ihr Studium durchzuziehen - und sie damit Lebenszeit kosten, weil Semester verloren gehen!
Juni 17th, 2009 at 08:51
Das sind diese versch*ssenen Funktionäre, die sich einen Sche*ßdreck darum kümmern, was die Mehrheit der Studenten eigentlich will. Hier in Frankreich haben sie auch ein ganzes Semester kaputtgemacht. Und da man hier nur jahreweise studieren kann, heißt das: ein ganzes Jahr für den Arsch. *wüt*
Juni 17th, 2009 at 14:27
Naja ich war ja zu Zeiten da, wo die Vollpfosten das zwei Semester lang gemacht haben. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es damals noch so manches Mal als “toll, frei” gesehen habe.
Vor Allem interessiert es keine Sau, wenn Studenten streiken. Und dann auch noch an der Uni. Das nenne ich Realitätsverlust: Die meisten Menschen halten die Uni sowieso für einen abgekapselten Verein, mit Leuten die grundsätzlich nicht vor 12:00 aufstehen. Die Profs etc bekommen ihr Geld auch im Streik.
So lange die sich nicht auf dem ZOB und dem HBF anketten, interessiert der Streik keine Sau. Aber da kann man ja auch keine Party machen.
Juni 18th, 2009 at 16:36
Wenn man im “Streik” Party feiert, wird man eh nicht ernstgenommen.
Juni 28th, 2009 at 22:24
Ich finde frei noch heute toll. Ob wegen Streik oder sonstwas. Endlich auch zuhause mal Zeit in der Nase zu bohren.
Juni 30th, 2009 at 10:05
Nunja, es *ist* aber nicht frei. In den meisten Seminaren hast du dann eben ne Fehlzeit, wenn du nicht erscheinst. Und da wir im Semester nur zwei Fehlzeiten haben dürfen, kann das ganz schnell zum Problem werden.