Kinderlose Unmenschen!
Ich habe das unbestimmte Gefühl, mit diesem Titel schon vor einigen Monaten mal gebloggt zu haben, aber ich hab jetzt auch keine Lust, danach zu suchen. Egal: Es ist mal wieder soweit. Eine meiner Lieblings-Argumentationskeulen ist mir heute - wenn auch in verschiedenen Varianten - mehrfach begegnet, und beim letzten Mal sogar in schriftlicher Form: “X hat keine Kinder, deshalb kann X das nicht verstehen.” Das mag auf Fachgespräche über Windeln zutreffen, auch auf Probleme bei der Wahl des passenden Babysitters - zu dem Standpunkt, den man zu Kinderpornographie hat, passt es aber sicherlich nicht.
“Er hat keine Kinder, aber ich bin Vater zweier Töchter. Wenn man Kinderpornographie durch die Gleichsetzung mit Filesharing verharmlost, sorry, da hört der Spaß bei mir auf“, schreibt ein Autor auf carta.info, einem Blog, der sich eigentlich “den Normen des Qualitätsjournalismus verpflichtet” fühlt. Entschuldigung, ich bin kinderlos, werde es vermutlich auch bleiben und bin dennoch der Ansicht, dass Kinderpornos nicht harmlos sind. Bin ich jetzt eine rühmliche Ausnahme und kann mich einrahmen lassen? Ich habe da meine Zweifel. Wie immer frage ich mich in diesem Fall: Wozu die vorangestellte Bemerkung zur Kinderlosigkeit bzw. zum Elternstatus? Der fettgedruckte Satz wäre auch ohne diese “Einleitung” verständlich, und der Artikel einen Schritt näher am “Qualitätsjournalismus” - mit ihr versinkt er aber in der Masse der überflüssigen Predigten. Gähn!
Juni 17th, 2009 at 14:29
Ich höre das andauernd :)
Leider am Meisten von meinen eigenen Schwestern *sighs*.