Freundinnen müsste man sein …
…, dachte sich ja schon Funny van Dannen, und die Missfits singen es ihm gern nach.
Wenn England mir - und nicht nur mir - eines gegeben hat, dann viel Zeit, um nachzudenken. Zum Beispiel über Freundschaften. Und so kann es passieren, dass man in die Heimat kommt und einige der alten Freunde eigentlich gar nicht mehr so dringend sehen möchte. Nicht, weil die sich so sehr verändert haben, sondern weil man selbst sich verändert hat, weil man selbst nicht mehr der Mensch ist, der ein knappes Jahr zuvor abgereist ist.
Ich habe schon oft gehört, dass es Leuten so ging, die sehr glücklich im Ausland waren, aber nun stelle ich fest, dass das gar nicht nötig ist für so eine Veränderung. Mir haben auch viele Leute vorher gesagt, dass ich am Ende bestimmt gar nicht zurück kommen möchte, weil da drüben alles so toll ist. Nun, so war es zwar keineswegs, aber tatsächlich bin ich weniger erfreut zurückgekehrt, als ich gedacht hätte - gerade *weil* wir da drüben alles nicht so super fanden, hatten wir erwartet, dass es eine große Erleichterung sein würde, zurückzukehren. Tja, und nun?
Eigentlich bin ich nach mittlerweile 3 Monaten noch immer nicht wieder “ganz da”, fühle mich entwurzelt, obwohl ich zurück in der geliebten Heimat bin. Naja, im Oktober geht die Uni endlich wieder los und führt das Leben mal in geregelte Bahnen zurück. Vielleicht wird dann alles wieder besser. Vom Klassentreffen und den anderen weihnachtlichen Traditionen werde ich mich aber dieses Jahr definitiv fernhalten.
September 2nd, 2008 at 12:05
Was soll dieses mysteriöse “einige der aten Freunde”? Ich will Namen, Adresse und Fotos :)
September 2nd, 2008 at 20:58
:-)
September 4th, 2008 at 17:08
Kommt mir bekannt vor… hierzulande bin ich inzwischen als Inländer angesehen (soweit die Leute es nicht besser wissen, halten sie mich für Elsässer), und in Deutschland ist mir vieles fremd. Bis dahin, daß ich mich zusammenreißen muß, die richtige Sprache mit den Leuten zu reden…