Lange Filmnächte
In Ermangelung einer sinnvolleren Beschäftigung und wegen meiner akuten Einschlafprobleme habe ich die letzten Nächte mit vielen Filmen von durchwachsener Qualität verbracht. Sehenswert: “Das Streben nach Glück”. Ich glaube, Will Smith hat dafür einen Oskar kassiert, vielleicht war er auch bloß nominiert, aber auf jeden Fall hatte ich schon einiges von dem Streifen gehört. Schon alles sehr getragen und vermutlich eher ein “Chick Flick” der ernsteren Sorte, aber ich sag mal: Bei meiner aktuellen Stimmungslage kann ich solche Filme gut haben.
Will ist Vertreter für Knochendichtemessgeräte, in die er die gesamten Ersparnisse seiner kleinen Familie investiert hat. Leider läuft’s aber nicht sonderlich gut, und seine Frau hat die Schnauze voll. Er trifft jemanden mit dicker Karre und fragt denjenigen, was er beruflich macht - so findet er sein neues Karriereziel: Börsenmakler. Aber damit endet sein Ärger natürlich noch lange nicht. Naja, ich will niemandem den Film kaputt machen, nur so viel: Wenn man selbst grad ein bisschen vom Leben in die Fresse kriegt, ist das echt ein netter Film.
Brav bis zum Ende durchgehalten habe ich “World Trade Center” mit Nicolas Cage. Schauspielerisch finde ich den Knaben ja nicht übel, aber in letzter Zeit hat der irgendwie nur Dreck gedreht. WTC ist in erster Linie eins: Langweilig. Damit ist er noch deutlich besser als der in England gesehen Streifen “National Treasure”, von dem ich den deutschen Titel nicht kenne, und mutmaßlich auch besser als “Ghost Rider”, wovon ich gestern etwa eine Viertelstunde geguckt habe. In Letzterem verwandelt Nic sich nachts in ein Rocker-Skelett mit brennendem Totenschädel, das beruflich verdammte Seelen für den Teufel einsammelt. Unschuldige Menschen haben außer Herzattacken nichts zu fürchten, er jagt nur die Bösen. Huiuiui.
Ehrlich: Ich finde es (vor allem zur Zeit) cool, Leute mit Pay-TV zu kennen, aber ich würde das Geld nicht ausgeben. Nicht für so viel Schrott.